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Das war einmal eine andere Geburtstagsfeier: mit dem 56. Ultralauf ins 56. Jahr zu starten bedurfte wirklich langfristiger Planung !

Die Idee entstand schon im Winter (von mir aus gesehen nicht ganz uneigennützig, weil selbst in der Altersklassenwertung keine Aussicht auf eine Top3-Platzierung) gemeinsam mit Erwin: wir wollen bei den Meisterschaftsbewerben 2018 als Team punkten. Also Mittwoch für Mittwoch alle angelabert, bis sich wirklich ein relativ großes Team für Irdning gefunden hat: Gina, Gabi, Josef, Richard, Adalbert, Erwin und ich haben sich letztendlich angemeldet.

             

Bei der 100km-Meisterschaft drei Wochen zuvor waren wir nur zu dritt gestartet und erreichten immerhin den 3. Platz der Teamwertung. Also sollten von sieben doch auch drei das notwendige Limit schaffen - was sich dann als schwieriger herausstellen sollte als gedacht.

Im Vorfeld wurde natürlich fleissig trainiert, vor allem Gabi und Erwin legten bereits im Spätwinter beachtliche Kilometerleistungen hin, an Wettbewerben teilgenommen (von mir etwas weniger, Josef etwas mehr, Gina etwas erfolgreich), über Ernährungsstrategien nachgedacht (vor allem Richi tat sich da hervor) und schließlich die Wetterprognose minutiös beobachtet.

  Adalbert und Josef sind bereits am Vortag angereist und haben uns den besten Platz für die Versorgungsstation am ganzen Gelände ausgesucht - eben zur Laufstrecke, Rasen, Strom, Wasser - und als wir ankamen, brauchten wir nur noch gemeinsam das Zelt fertig aufbauen, auspacken und chillen bis zum Start, Claudia, die am nächsten Tag im 12h-Bewerb teilnehmen wollte, und Roman trafen auch noch auf uns, und sogar auf meinen Geburtstag wurde noch gemeinsam angestossen. 

 

Bis zum Start um 19h blieb es auch trocken, und die Stimmung war bei allen Teilnehmern gut. Gina startete wie immer mit hohem Tempo, Erwin diesmal erstmals sehr vernunftbetont, wie auch wir übrigen. Bald begann es zu regnen, was mit Pausen die ganze Nacht so bleiben sollte. Der Regen selbst war meist nicht so stark, es bildeten sich jedoch gerade im Start-Ziel-Bereich tiefe Pfützen, die noch dazu im blendenden Gegenlicht schlecht sichtbar waren, also nasse Socken. Grundsätzlich fand ich den Start in die Nacht hinein als angenehm, weil in den müdigkeitskritischen Morgenstunden die Erschöpfung noch nicht da ist. Leider konnte ich keinen guten Rhythmus finden und hatte dann auch Bauchprobleme, so daß ich die erste Hälfte langsamer als geplant war und Plan A (Übertreffen der persönlichen Bestleistung) fallen ließ. Plan B war das Erreichen des 160km-Limits um in die Wertung zu gelangen.

Richard musste wegen zunehmender Schmerzen das Rennen in der Nacht beenden, und Erwin bekam leider wieder Magenprobleme, konnte nicht trinken und essen und wurde zunehmend schwächer. Wegen des Limits blieb er noch tapfer im Rennen bis er nach 16 Stunden einfach nicht mehr weiter konnte. 

 

 

 

 

 

Adalbert konstant von Anfang an wie immer souverän zu einem hervorragenden Ergebnis und Meister in der Masters-Klasse!

 

Josef war - vielleicht regenerationsmangelbedingt ;-) - etwas langsam, legte dafür in den letzten acht Stunden ein zunehmend unglaubliches Tempo vor und erreichte punktgenau das Limit und damit den Vizemeistertitel in der Masters-Klasse!

 

 

 

Gabi war wie immer nicht aus der Ruhe zu bringen und drehte lange Zeit konstant ihre Runden, obwohl ihr zunehmend Blasen an den Füßen den Spaß verdarben. Sie übererfüllte trotzdem das Limit, lief die weiteste Strecke ihrer Karierre, verhalf uns damit zum 2. Rang in der Teamwertung und wurde Meisterin in der Masters-Klasse!

 

 

Gina war sowieso eine Klasse für sich, hielt ihr Tempo spielend bis fast zum Schluß und wurde Gesamtzweite, somit Vizemeisterin und Altersklassensiegerin.

 

 

 

Mir ging es in der zweiten Hälfte trotzdem es recht schwül und teilweise heiß wurd zunehmend besser und nach Erreichen der 160km-Marke machte ich trotzdem langsamer und konnte dafür so richtig die Stimmung entlang der Strecke geniessen und in ausgezeichneter Verfassung auch noch eine zufriedenstellende Leistung erzielen.

 

Claudia war auf ihrem ersten 12h-Lauf in der Hitze voll motiviert unterwegs uns lief ein sensationelles Ergebnis ein!

 

 

Roman hat uns alle mit Wort und Wasser betreut, danke!

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt das Team also sehr erfolgreich, und nach Siegerehrung und Essengehen sind wir dann in den Schlafsäcken verschwunden und haben in aller Eintracht am Sonntag gefrühstückt,  das Lager abgebaut, sind dann gemeinsam nochmal in der Kaffeekonditorei eingefallen und ab nach Hause. Und damit ist das Ganze schon wieder Geschichte und ich freu mich schon auf Dirndltal, Rund um Wien und Kambodscha !

 

Fazit: in einer Gruppe macht das Ganze gleich noch viel mehr Spaß

Plus: Organisation, Zuschauer, Verpflegung

Minus: "Staffellauf mit angeschlossenem 24h-Lauf", teilweise gefährliche Bedingungen durch Staffelläufer

 

Zum Anschauen:

Link zur Seite des Irdninger 24h-Laufs

Fotos (Link zum Google-Album)

Ergebnisse Pentek-Timing: