Da wir letztes Jahr von den Terra Raetica Trails allesamt begeistert waren und einhellig der Überzeugung waren, dass wir das wiederholen sollten, waren Anne und ich – in anderer Zusammensetzung der Laufgruppe – wieder dabei. Eines vorweg: Es hat sich gelohnt!

5 wunderschöne Trailläufe, 5 unterschiedliche Regionen (Nordtirol, Südtirol, Schweiz) in beeindruckender Landschaft.
Bester Service wie immer, die Startnummern haben schon im Hotel auf uns gewartet, es gab wieder ein Shuttle für die Läufer, das uns zu den einzelnen Bewerben brachte und holte, gute Verpflegung, ….
Etappe 1: Thomas Penz Höhenweg (16,9 km, 1081 HM)

Eine beeindruckende Runde hoch über dem Kaunertal: nach einem leichten Anstieg geht es bald steil bergauf bis man nach dem Checkpoint auf sehr gut zu laufendem Trail mit grandiosem Ausblick bis zum Downhill kommt, der über viele enge, steile Serpentinen gut zu bewältigen ist, das letzte Stück geht es flach zurück in den Ort und zum Ziel. Die Strecke kannte ich schon vom letzten Jahr und hab mir heuer, so wie ich es vorhatte, mehr Zeit gelassen um die Strecke und Landschaft zu genießen. Abgesehen von dem steilen Aufstieg war die Strecke auch für mich auf den meisten Abschnitten gut zu laufen, das Wetter war perfekt, Genuss pur!
Etappe 2: Frudiger Trail
diese Etappe war heuer neu und deshalb waren wir neugierig was kommen würde. Allerdings mussten bedingt durch die Wettervorhersage „Starkregen und Gewitter“ sowohl die Klamm als auch der Gipfel gestrichen werden, übrig blieben hauptsächlich Forststraßen. Deshalb haben Anne und ich beschlossen, den Tag auszusetzen und ein paar Dörfer in näherer Umgebung unsicher zu machen….
Etappe 3: Samnaun Trail (14,4 km, 1245 HM)

Im Vorjahr war diese Strecke wetterbedingt 4 km verkürzt, heuer Traumwetter und beste Bedingungen. Vom letzten Jahr hatte ich die Strecke als sehr angenehm in Erinnerung, allerdings war auf der verkürzten Strecke das 2659 m hohe Stammer Joch nicht im Programm, das wir diesmal zu bewältigen hatten …. Ich habe es unterschätzt, sehr steil, sehr hoch, sehr weit – ich musste mich ordentlich raufkämpfen, aber oben der Ausblick auf den fast 3300m hohen Muttler, frisch verschneit vom Vortag, hat eindeutig entschädigt, dann steil bergab und noch ein Aufstieg, den wir schon vom letzten Mal kannten, dann ging es über Wiesen und Almen steil bergab zurück in den Ort.
Diese Etappe war für mich, bedingt durch den Aufstieg aufs Stammer Joch die härteste.
Etappe 4: Nauderer Höhenweg mit 26,5 km und 1608HM die längste Strecke, aber für mich so wie auch Etappe 1 gut zu laufen. Es geht steil bergauf durch Wald und blumenreiche Bergwiesen, sogar viele Edelweiß sind hier zu bewundern bis zum Gipfelkreuz der Fluchtwand.


Ab da ging es für mich gut zu laufen, es geht leicht bergauf und bergab über Almen mit wunderbarer Aussicht. Am Schluss Richtung Ort und Ziel hat ein Spaß gemacht nochmal richtig Gas zu geben und mit einem Sprung über die Ziellinie zu finishen. Einfach ein perfekter Tag!

Etappe 5: Reschensee Trail (18,0 km, 1730 HM) die Königsetappe zu Abschluss.
Start direkt beim Reschensee, über Schipiste, durch den Wald und über Almen bis zum traumhaften Höhenweg mit Blick über den Reschensee – wahrscheinlich abgelenkt durch die beeindruckende Landschaft ein blöder Sturz, aber Glück gehabt, als bekannte Sturzpilotin hab ich ja schon Übung in solchen Dingen 😊 Sicherheitshalber noch mehr Tempo rausgenommen, weil die tollen Landschaft wollte ich weiter unfallfrei genießen.

Über den Höhenweg hinunter zur Haideralm und ein Stück wieder zurück. Dann folgt der Aufstieg auf die 2930m hohe Elferspitze, der ist technisch schon recht anspruchsvoll und gipfelt am Schluss in leichte Kletterei.

Umso schöner das Gefühl, wenn man oben ankommt.

Dann über Blockgelände – nicht mein bevorzugtes Terrain - und schließlich über Almen zurück zum Ziel.
Die Königsetappe: anspruchsvoll, abwechslungsreich und traumhaft schön.
Fazit: Terra Raetica Trails sind perfekt organisiert, die Landschaften sind abwechslungsreich und wunderschön! Eindeutig empfehlenswert!