Seit einiger Zeit frage ich mich, welche körperliche Herausforderung wohl an das Niveau meiner ersten Geburt herankommen könnte.
Da meine wichtigste Sportmotivatorin und -beraterin (Ági) der Meinung ist, dass man jenseits der vierzig unbedingt auch Muskulatur aufbauen muss, war ich gezwungen, neben dem Laufen auch ein bisschen Cross-Training in mein Leben zu integrieren. So kam ich diesen Winter zu meiner zweiten Schwimmunterricht im Erwachsenenalter. Ich dachte mir: wenn sich unser Körper neun Monate lang auf eine Geburt vorbereitet, dann sollten für einen Ironman sechs Monate ausreichen. Also schenkte ich mir am letzten Jännertag einen Ironman im September: zwei Cross-Training-Einheiten, dazwischen zwei Aufwärmrunden Laufen und am Ende noch 42,2 km zum Auslaufen. Balatonman 2026 …
… ich komme!
Ein Kilometer, 51 Minuten: So lange habe ich für die Meter zum und vom Mauskarkopf gebraucht, dem höchsten Punkt der 30-Kilometer-Strecke bei den adidas INFINITE TRAILS in Bad Hofgastein – 2.330 Meter, Blockgrat, Regen, Nässe überall. Ich lief nicht mehr, ich ging kaum noch, ich kletterte vorsichtig, Schritt für Schritt. Neben mir war Berthe in Aktion, eine Mitläuferin, deren adidas-Rucksack keine gescheite Vorrichtung für ihre Stöcke hatte. Also habe ich ihre Stöcke die letzten Meter zum Gipfel hinauf in meinem Köcher verstaut – zwei Fremde, die sich in diesem einen Kilometer mehr halfen als in manch anderem Rennen über die ganze Distanz. Vermutlich steckt in diesem Kilometer mehr von diesem Tag als in allen anderen 29 zusammen.