2010 war ich zum ersten Mal in Gols und schon damals bildete ich mir ein, dass eigentlich 300km möglich sein müssten – als dann nach 31 Stunden bei 190km abgebrochen wurde begriff ich zwei Dinge:
1. war DAS genau meins (Atmosphäre, Leute, Veranstalter, Laufen länger als ein Tag) und
2. würde das mit den 300 nicht so einfach werden wie vermutet.
Und ich sollte recht behalten. Zwei Mal (2011 und 2013) war ich knapp dran, zwei Mal kam das Aus während des zweiten Tages wegen Sehnenentzündung, zwei Mal war ich nicht genug vorbereitet. Insgesamt hatte ich bereits knapp 1750km auf der Golser Laufstrecke zurückgelegt (Silvesterläufe nicht mitgerechnet). Eine gewisse Hartnäckigkeit (böse Zungen würden sagen: Verbissenheit) meinerseits kann wohl nicht abgestritten werden.

Insgesamt sollte es jedenfalls acht „Anläufe“ brauchen bis mir dann am Morgen des 2.Juni nach 45 Stunden dieser große läuferische Wunsch erfüllt wurde. Doch wie kam es dazu und was hatte eine Schildkröte damit zu tun ?