„Lasst es gut sein. Hört jetzt auf. HÖRT. JETZT. AUF!“, brülle ich in die norditalienische Nacht, als ich durch ein verschlafenes Dorf laufe. Es muss drei oder vier in der Früh sein, ich bin allein unterwegs irgendwo im Mittelfeld des 100-km-Laufs beim Ultra Trail Lago d’Orta, kurz UTLO. Die erste schwere Steigung mit 1200 Höhenmetern am Stück ist genommen, relativ problemlos, aber bereits im Regen. Die trockene Nacht, die uns im Briefing vor dem Start in Start- und Zielort Omegna versprochen worden war entpuppte sich nur als trockene Stunde. Dennoch bin ich kurz-kurz unterwegs, und ein Sizilianer glaubt, dass ich aus Norwegen käme.